Solidarität mit den streikenden Lokführern

Zum Arbeitskampf der Lokführer

erklärt der Parteivorstand der Partei DIE LINKE:

1) Der Parteivorstand erklärt seine Solidarität mit den streikenden Lokführern. Wir

begrüßen das Engagement der Kreis- und Landesverbände in der Unterstützung

der streikenden Lokführer.

2) Der Parteivorstand fordert die Bundesregierung auf, sofort die gesetzlichen

Voraussetzungen zu schaffen, um über die Entlohnung der beamteten Lokführer

Maßstäbe zu setzen, die den Konflikt im Sinne der Streikenden lösen. Die

beamtenrechtliche Besoldung der über 8000 vom Bund entlohnten Lokführer ist

im Volumen in Bezug auf Arbeitszeit, Arbeitszeitregelung, Schichtzeiten und

Entgelt von 30% aufzustocken. Die Bundesregierung als Anteilseigner hat dann

den Einfluss auf den Bahnvorstand geltend zu machen, dass die nicht beamteten

Lokführer sofort gleichgestellt werden.

Die Bundesregierung als Anteilseigner an der DB-AG darf die beamteten

Lokführer nicht als Streikbrecher einsetzen, sondern muss in ihrer eigenen

Zuständigkeit aktive Schritte zur Lösung des Konfliktes einleiten.

3) Der Parteivorstand bekräftigt, dass die Bahnprivatisierung der falsche Weg ist.

Wir fordern ein Bekenntnis aller Beteiligten für eine Bürgerbahn und gegen eine

Börsenbahn. Aus diesen Gründen lehnen wir auch Fahrpreiserhöhungen

nachdrücklich ab und fordern den systematischen Ausbau der Bahn in der

Fläche.

4) Der Parteivorstand weist jeden Angriff auf das Streikrecht entschieden zurück.

Der Parteivorstand fordert alle Gewerkschaften in Deutschland auf, alle Angriffe

auf das Streikrecht gemeinsam und aktiv abzuwehren. Er erwartet von allen

Bahngewerkschaften, gemeinsam in einen Dialog einzutreten, um die

Verbesserung der Arbeits- und Entlohnungsbedingung aller Bahnbediensteten zu

erreichen. Wir erwarten eine dringende Korrektur hinsichtlich der aktiven

Begleitung der Bahnprivatisierung von Gewerkschaften.

5) Die LINKE unterstreicht den Anspruch des Grundgesetzes, dass die Bahn für

alle Bürger da sein muss und deswegen Teil unserer öffentlichen

Daseinsvorsorge ist.

Berlin, 17.11.2007