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Das plant die
Bundesregierung:
Rente erst mit 67
Jahren. Ab 2012 soll die Altersgrenze schrittweise bis zum Jahr
2029 auf
67 J ahre angehoben werden. Wer mit 65 Jahren aufhören
will, soll zusätzliche Abschläge in
Kauf nehmen.
Ein
abschlagsfreie Rente mit 65 Jahren soll erhalten, wer 45
Versicherungsjahre nachweisen
kann. Dabei zählen die Zeiten der
Arbeitslosigkeit nicht mit.
Das bedeutet:
Alle, die
zukünftig mit 65 Jahren oder früher in Rente gehen, werden
voraussichtlich zusätzlich
7,2 Prozent Abschläge in Kauf nehmen
müssen. Schon jetzt fallen vor dem 65. Lebensjahr 3,6
Prozent
weniger Rente pro Jahr des vorzeitigen Rentenbeginns an .
Faktisch bedeutet das
Rentenkürzung.
Der
Rentenzahlbetrag in Westdeutschland liegt heute für einen
Durchschnittsverdiener nach 40
Versicherungsjahren und bei
Renteneintritt mit 65 Jahren bei 950 Euro. Bis zum Jahr 2029
sinkt
er auf 750 Euro (nach heutigem Wert). Kommen dann noch
Abzüge durch die Rente mit 67 dazu,
wären es nur noch 700 Euro.
Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass nur wenige
Beschäftigte
das Renteneintrittsalter von 65 erreichen - sei es
wegen Krankheit, wegen Arbeitslosigkeit oder
aus anderen
Gründen. Das bedeutet zum Beispiel für heute 30- oder
40jährige: Viele werden
nach einem langen und harten
Arbeitsleben nicht mal 700 Euro bekommen.
Die IG Metall
will:
·
dass die junge Generation genügend Ausbildungsplätze erhält,
·
dass die Regierung eine wachstumsorientierte Politik betreibt,
·
dass mehr sozialversicherungspflichtige und gut bezahlte
Arbeitsplätze geschaffen, versicherungsfreie Jobs oder
Scheinselbständigkeit zurückgedrängt werden.
Die IG Metall
schlägt vor:
·
eine Erwerbstätigenversicherung, die den Lebensstandard im Alter
sichert, Armut verhindert und für eine gerechte Finanzierung
sorgt,
·
dass alle Selbstständigen, Freiberufler, Beamte und
Parlamentarier als Neufälle in die gesetzliche
Rentenversicherung einbezogen werden,
·
dass es weiterhin flexible Ausstiegsmöglichkeiten vor dem 65.
Lebensjahr gibt,
·
dass Menschen, die 40 Versicherungsjahre erreicht haben, ohne
Abschläge in Rente gehen können,
·
dass die Altersteilzeit oder eine gleichwertige Regelung über
das Jahr 2009 hinaus fortgeführt wird. |