WASG - Die Linke ruft zur Unterstützung
des Rektorenprotests auf

 

Als mutige Aktion bezeichnete Hans-Jürgen Kemmerle, Kreissprecher der WASG Ludwigsburg,

den Brief der 100 Schulleiter aus Südwürttemberg. Er unterstrich die Kritik an der mangelnden sozialen Gerechtigkeit des dreigliedrigen Schulsystems. Tatsächlich werde die Selektion schon

von zehnjährigen Kindern als schmerzhafte Diskriminierung empfunden. Die Schulleitungen

stellten ihren Dienstherrn zu Recht an den Pranger, wenn er sich weigere, eine Entwicklung der Schule zuzulassen, die wegführe vom selektiven dreigliedrigen Schulsystem. Nicht die Einteilung

in Kasten sondern individuelle Förderung müsse Grundsatz einer zukunftsfähigen Schule sein. Die CDU-FDP-Regierung sei gut beraten, wenn sie auf den Rat jener höre, die vor Ort den Kopf für ihre Bildungspolitik hinhalten müssten.

WASG-Landessprecher Bernd Riexinger wies die Drohungen von Kultusminister Rau zurück.
Wer jetzt Schulleitern mit dienstrechtlichen Konsequenzen drohe, der bestätige nur, dass es der
CDU-Landesregierung schon lange an Argumenten zur Verteidigung eines Schulsystems fehle,
das Benachteiligung und Armut fördere. Er rief daher alle Eltern und Bürger dazu auf, sich in Briefen, mit Anrufen und E-Mails hinter die Rektoren zu stellen, die von der Tübinger Schulbehörde
einbestellt wurden. Die neue Linke werde sich energisch einsetzen sowohl für die Meinungsfreiheit auch von Beamten als auch für ein integratives Schulsystem.