Solidaritätserklärung für alle streikenden Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst
Liebe
Kolleginnen und Kollegen,
der
WASG Kreisverband Ludwigsburg erklärt sich mit Eurem Streik solidarisch.
Bei
über 5 Millionen Menschen ohne Arbeit darf es keine Arbeitszeit-verlängerung
geben. Deshalb ist Euer Streik die einzig richtige Antwort auf das Tarifdiktat
der Arbeitgeber.
Mit
Eurem Streik beweist Ihr mehr soziale Verantwortung als eure Arbeitgeber oder
die Landesregierung unter Ministerpräsident Oettinger. Es ist auch falsch, dass
die öffentlichen Kassen leer wären oder kein Geld mehr da wäre, wie es die
Arbeitgebervertreter behaupten. Es ist eine Tatsache, dass die Steuerpolitik
der letzten 20 Jahre dazu geführt hat, dass Vermögende und Konzerne kaum noch
Steuern bezahlen. Es ist einfach unverantwortlich und unsozial, dass die
Beschäftigten im öffentlichen Dienst durch Arbeitszeitverlängerung und
Lohnverzicht für diese verfehlte Steuerpolitik herhalten müssen.
Deshalb
fordert die WASG und die Fraktion DIE LINKE im Bundestag, dass die Vermögenden
und Konzerne wieder angemessen Steuern bezahlen müssen. Allein die Einführung
der Vermögenssteuer würde jährlich über 2 Mrd. Euro in die Kasse des Landes
bringen.
Die
Unternehmen und ihre politischen Fürsprecher wie CDU, SPD und FDP verkünden
dagegen weiteren Sozialabbau, Lohnkürzungen und Arbeitszeit-verlängerung. Das
ist der falsche Weg. Damit muss endlich Schluss sein. Die Wirtschaft muss den
Menschen nützen und nicht umgekehrt.
Die
WASG steht in dieser Auseinandersetzung an Eurer Seite.
Wir
stehen für eine Politik für Arbeit und soziale Gerechtigkeit in Baden
Württemberg. Wir wollen, dass die
Menschen von ihrer Arbeit vernünftig
leben können und nicht auf Almosen des Staates angewiesen sind. Dafür treten
wir ein.
Für Euren Streik wünschen wir euch die notwendige Kraft und viel Erfolg.
WASG Kreisvorstand
Werner Hillenbrand
Pressesprecher
7. Februar 2006