Studie „Leben in Europa“
"Die Studie "Leben in Europa"
ist ein Armutszeugnis für die Bundesregierung und die logische Konsequenz ihrer
unsozialen Politik", sagt der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE
LINKE, Klaus Ernst:
"Hinter der Statistik stecken mehr als 10 Millionen Schicksale. Ein reiches
Land, das es sich leistet, jeden achten Menschen von der Gesellschaft
abzuhängen, fabriziert sehenden Auges sozialen Sprengstoff. Besonders empörend
ist, dass die Bundesregierung zwar regelmäßig auf das gravierende Armutsproblem
in Deutschland hingewiesen wird und dennoch nichts unternimmt.
Seit Monaten zögert das Sozialministerium die Anpassung der Hartz-IV-Regelsätze
an die Preissteigerungen hinaus. Längst ist intern klar, dass der Regelsatz 20
Euro höher sein müsste, um wenigstens die Inflation seit 2004 auszugleichen. Die
Bundesregierung darf die entsprechenden Erhebungen nicht länger geheim halten.
Vorrang muss jetzt die Bekämpfung der Kinderarmut haben. Die Vorschläge der
LINKEN dazu liegen auf dem Tisch. Wir wollen das Kindergeld auf 200 Euro
erhöhen, einen Kinderregelsatz von 300 Euro und einen deutlich höheren
Kinderzuschlag als heute. Die Wahlen in Hessen und Niedersachsen müssen auch zu
einem Denkzettel für die Berliner Regierungsparteien werden, die in Sachen
Kinderarmut bisher nur Versprechungen zum Besten gegeben haben. Für die
heranwachsenden Generationen darf es kein Spardiktat geben.
Wir brauchen einen grundlegenden Kurswechsel in der Sozialpolitik, ein
politisches Umdenken. Gute Arbeit, gerechte Löhne und soziale Gerechtigkeit
müssen zur Messlatte für die Politik werden. DIE LINKE ist die einzige Partei,
die im Bundestag konsequent für diesen Kurswechsel streitet."