Rente mit
69 – Vorschläge immer unverschämter
„Statt darüber zu
schwadronieren und zu phantasieren, ob Menschen im Jahr 2060
bis 69 arbeiten sollen bzw. müssen, sollte Herr Schlarmann
sich besser darauf konzentrieren, wie schon heute die 63-
und 64jährigen ganz konkret beschäftigt werden können.“,
kommentiert der rentenpolitische Sprecher der Linksfraktion
Volker Schneider Äußerungen des Vorsitzenden der
CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung zur Anhebung des
Renteneintrittsalters. Schneider weiter:
„Solange von diesen nur 7,4 Prozent einer
Vollzeitbeschäftigung nachgehen, ist jedes Jahr Verlängerung
bis zum Renteneintrittsalter nichts anderes als eine
Rentenkürzung um 3,6 Prozent. Weder die 14,4 Prozent
Rentenkürzung durch die Rente mit 67 und schon gar nicht
eine Kürzung um 21,6 Prozent durch eine Anhebung des
Renteneintrittsalters auf 69 sind akzeptabel, zumal bis 2030
das Rentenniveau auch ohne diese Form von Rentendiebstahl um
mehr als 20 Prozent sinkt."
Den Gipfel an Unverschämtheit erreicht Herr Schlarmann aber
damit, dass er einerseits fordert das Rentenalter flexibel
zu handhaben und darauf verweist, dass ein Dachdecker
unmöglich bis 69 arbeiten kann, andererseits aber fordert,
wer schon mit 63 in den Ruhestand wolle, solle künftig
höhere Abschläge als heute in Kauf nehmen müssen. Da frage
ich mich, wie hoch dürfen diesen höheren Abschläge nach den
Vorstellung von Herrn Schlarmann denn sein? 0,4, 0,5 Prozent
pro Monat oder wieviel auch immer? Nur sollte Herr
Schlarmann vorsichtig sein, bei einem Abschlag pro Monat von
1,4 Prozent lägen die Abschläge des Dachdeckers selbst wenn
er es bis 63 durchhalten sollte bei mehr als 100 Prozent,
die Rente wäre also exakt gleich Null.“